Das wiedereröffnete Rijksmuseum Amsterdam

Nach einer 10 jährigen Umbauzeit öffnete das Rijksmuseum in Amsterdam im April 2013 wieder seine Tore für Besucher. Mit jährlich 2,2 Mio. Besuchern ist es eines der bedeutendsten Museen der Niederlande.

Die Umbaumaßnahmen haben zwar nicht die Ausstellungsfläche erhöht, doch aber den Zugang der Besucher zu den Werken und Sammlungen – und das ganz beachtlich.

Empfangen wird der Besucher in einer beeindruckenden Eingangshalle, dem Knotenpunkt des Museums. Eine große niederländische Bank ist Förderer des Museums. Vielleicht liegt es daran, dass es hier Geldautomaten dieses Institutes gibt – für Museen ansonsten recht ungewöhnlich.

Das Leitsystem ist minimalistisch geschmackvoll und absolut ausreichend und führt Gäste auch mittels eines Übersichtsplans in die unterschiedlichen Sammlungen und Ausstellungsbereiche.
Über weite Sammlungsräume und riesige Kuppelhallen ist ein entspanntes Flanieren an den großen Meistern der Malerei möglich. Farblich bestens abgestimmt glänzen die Räume in ihrer Schönheit und Wärme und lassen ein angenehm entspanntes Gefühl entstehen.

Ein Betrachten der Werke von weitem, aber auch von ganz nah ist jedem Besucher gestattet. Und es ist dabei auch genügend Raum vorhanden, was sehr angenehm empfunden wird. Immer wieder stehen auch Sitzmöglichkeiten zur Verfügung, die ein längeres Verweilen vor dem Bild und in dem Raum möglich machen. Der Besucher wurde hier vor lauter Kunst und Raumwirkung nicht vergessen! Vielen Dank!

Um sich der Kunst zu nähern und um zu verstehen, welche Geschichte das eine oder andere Bild erzählt, sind handliche Bildtafeln ausgelegt, die das Bild in Kleinformat zeigen und beschreiben. Das Kommunikationsformat mittels Erklärungsbildern ist einfach und verständlich in mehreren Sprachen erstellt. Was man vergeblich sucht, sind dagegen moderne Medien, ob Computerterminals, Digitale Bücher oder Tablets. Sie würden die Kunst hier weniger unterstützen und die Raumwirkung beeinträchtigen. So stehen das Werk und der Betrachter im Vordergrund und die Information ist auf das Wesentlichste reduziert.

Das macht Lust auf mehr und so ist ein Wandeln im Museum auch ein neues Wahrnehmen von Kunst und Raum und seiner Wirkung auf Besucher. Ein wunderbarer Ort zum Verweilen, Genießen und Wohlfühlen mit der Kunst.

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