Das Museum Schloss Fürstenberg

Vielleicht ist die Besinnung der Verbraucher auf gutes Porzellan und Tischkultur ein Anlass dafür, dass immer mehr deutsche Traditionsunternehmen der Porzellanindustrie ihre historischen Sammlungen für Besucher öffnen. Museen und Erlebniswelten zum Thema Porzellan sind in Deutschland immer mehr finden.

So eröffnete die Manufaktur Fürstenberg ihr Porzellanmuseum 2017 nach einer Umbauphase wieder und präsentiert sich heller und luftiger denn je. War die alte Präsentation noch dazu gedacht, möglichst alle Nuancen an Produkten und Kunsthandwerk zu zeigen, so dominieren nun die Farbe weiß, schwarz und gold und das zieht sich durch das ganze Schloss. Und der Besucher bekommt freie Hand, wie und auf welchem Wege er das Museum erkundet. Denn es gibt außer im Untergeschoss keine Chronologie der Ausstellung sondern es ist eine rein thematische Gliederung zu finden. Das hat Vor- und Nachteile. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass der Besucher eher flanierend durch das Museum wandelt als sich gebunden an einen historischen Leitfaden, durch das Museum durch „arbeitet“. Der Nachteil einer thematischen Ausstellung liegt dann aber auch im fehlenden roten Faden durch die Ausstellung, den Besucher gewohnt sind. Ein roter Faden hätte hier etwa der Herstellungsprozess sein können oder die Entwicklungen der Manufaktur aus technischer und weniger wirtschaftlichen Sicht.

Ein besonderes Highlight ist die „Blackbox“, in der Dekore auf weißen Vasen mit aufwendiger Technik projiziert werden. Mit der passenden Musik im Hintergrund, beginnt das Dekor auf den Vasen zu tanzen. Eine sehr ansprechende Idee, um auf die filigranen Bilder aufmerksam zu machen. Oben im Schloss angekommen, betritt der Besucher die Werkstatt, in der Fürstenberg Porzelliner die Kunst der Porzellanherstellung vorführen.

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