Ein Museum für Stuttgarter

Mit der Neu-Eröffnung im Mai 2018 schreibt die Stadt Stuttgart ihre eigene Geschichte. Jahrelang war darüber diskutiert worden, warum eine Großstadt wie Stuttgart kein Stadtmuseum hat und dass es lange überfällig ist, eine solche Einrichtung zu planen. Und wahrlich bietet Stuttgart wirklich viele Themen: Mobilität, Stadtentwicklung, Bahnhof und Luftverschmutzung um nur einige Aktuelle zu nennen. Und so gelingt dem Bürgermuseum der Spagat zwischen historischer Schau der Wurzeln und Entwicklung der schwäbischen Hauptstadt bis hin zu Zukunftsthemen der Stadt im Wandel. Industrie und Kirche, typisch schwäbisch und was macht einen echten Stuttgarter aus: die Bandbreite der Themen ist spannend gewählt und bietet dem Besucher immer wieder neue Häppchen an, die Freude machen zu entdecken. Das Museum nennt dies Stadtgeschichten und möchte damit direkt die Menschen der Stadt ansprechen, was auch gut gelingt. Und was auffällig ist: die Besucher – ob sie sich kennen oder nicht – beginnen in der Ausstellung miteinander zu kommunizieren. Sie tauschen ihre eigenen Erlebnisse mit der Stadt, ihre Beobachtungen zu den angesprochenen Inhalten aus oder fragen andere Besucher nach ihren Eindrücken. Gerade das interaktive Stadtmodell wird hier zu einem „Stuttgarter Markplatz“. Die Inszenierung einer Großbaustelle im Untergeschoss für Kinder und Jugendliche spiegelt sehr gut das wieder, was die Herausforderungen der Stadt in der Zukunft sind. Hier kann der junge Besucher zum Stadtplaner und Architekt werden und gemeinsam überlegen, wie seine Stadt übermorgen aussehen kann und wie sie lebenswert bleibt.

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