Eröffnung der VfL FußballWelt in Wolfsburg

Mit der Eröffnung Anfang März 2015 im neuen AOK Stadion geht eine weitere Fußballerlebniswelt in Deutschland an den Start.

Hier wird neben der Geschichte des Vereins und seiner Spielerinnen und Spieler sehr viel Wert auf Interaktion gelegt. Mit dem klaren Fokus auf junge Besucher und Besuchergruppen bietet es unterschiedliche Mitmach-Stationen an, die zum sportlichen Wettkampf einladen.

Mit der Eintrittskarte erhält jeder Besucher ein interaktives Band, welches die Daten, die im Laufe des Rundganges erhoben werden, speichert. Ein Anmeldecode macht es dann nach dem Besuch zu Hause möglich, die Daten über den Besuch online abzurufen. Sicher nicht jedermanns Sache, aber auch hier ist der klare Fokus zu erkennen.

Das Besondere an der VfL Welt ist die Registrierung am Terminal, bei der eine Spielerin oder Spieler ausgewählt werden kann, die den Besucher dann mittels seiner Daten den Besuch über begleitet. Damit hat der Besucher die Möglichkeit, seine Leistungen mit denen seiner Helden zu vergleichen. Und vielleicht erreicht er oder sie am Ende solche hohe Werte, dass der Sprung in die Mannschaft des VfL möglich wird?! Eine sehr durchdachte Idee, Besucher in die Ausstellung einerseits einzubinden und andererseits ihnen Vergleichswerte zur Hand zu geben. Denn Sport bedeutet ja auch immer, sich mit anderen zu messen. Ein gelungenes Beispiel für eine Interaktion mit Besuchern!

Der Rundgang startet mit der Historie des Vereins, seine Siege und Niederlagen ebenso wie der Blick auf Heldinnen und Helden. Manche Texte sind ein wenig lang geraten, aber allesamt interessant und fesselnd zu lesen. Mittels Audio-Einspielungen lassen sich Filme und Interviews sehen und hören, leider meist nur in deutscher Sprache.

Immer im Wechsel tauchen dann interaktive Stationen auf, an denen der Besucher sich beteiligen kann. Ob es bei der Pressekonferenz ist, in die er eingeblendet wird, oder aber in der Kabine die Ansprache zur Halbzeit lauscht. Es gibt aber auch Stationen, an denen Fußballfans sich im Dribbling, in der Schussgeschwindigkeit oder Reaktionsvermögen messen können.

Insgesamt kann das Konzept als durchdacht angesehen werden und der VfL hat es verstanden, durch die Brille des Besuchers zu schauen und ihn in die Ausstellung einzubinden. Größere Räumlichkeiten für Gruppen wären sicherlich sinnvoll, denn hier könnte es zu Engpässen kommen, weil die interaktiven Stationen meist nur für Einzelbesucher oder Kleingruppe konzipiert sind. Ein Besuch lohnt sich hier allemal!

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