Der Jungfraupark in Interlaken – Wunder gibt es immer wieder

Der Park wurde 2010 als Nachfolger des Mystery Parks von 2003 wiedereröffnet und zeigt nach der Idee von Erich von Däniken einige Weltwunder mittels multimedialer Inszenierungen. 12 Jahre nach der ersten Eröffnung erscheint der Park wie unbemanntes Raumschiff, denn viele Besucher verirren sich hier nicht mehr hin.

Warum interessieren sich so wenig dafür?

Hier spielen sicherlich mehrere Faktoren eine Rolle.
1. Interlaken ist eine der Top-Destinationen der Schweiz und lockt Gäste aus aller Welt an. Doch diese kommen zum größten Teil, um die Berge – allen voran Eiger, Jungfrau und Mönch – zu sehen. Da bleibt neben anderen Naturerlebnissen kein Platz für Weltwunder. Also falsches Thema am falschen Ort.

2. Vielleicht nutzen Gäste weniger gutes Ausflugswetter in ihrer Urlaubzeit für einen Besuch des Parks. Bei recht hohen Eintrittspreisen möchte man dann auch etwas geboten bekommen für den ganzen Tag. Leider ist die Enttäuschung hier groß. Denn letztlich ist es lediglich möglich, von Filmvorführung zu Filmvorführung zu stapfen und davor oder danach schlecht nachgebaute Landschaften der Weltwunderorte im Halbdunkeln zu besichtigen. Hier spricht leider immer einer – der Betreiber – und der Gast ist zum Konsumieren gezwungen. Eine Einbindung von ihm in das Geschehen findet zu keiner Zeit statt.

3. Ein weiterer wesentlicher Punkt spielt dann aber auch die Aufteilung des Parks in ein innen und außen. Wie ein großes Ufo stört das riesige Gebäude eigentlich das wunderbare Tal Interlakens mit dem Blick immer wieder rauf auf die Berge. In keiner Weise nimmt das Gebäude einen Bezug zur Umgebung.

Es ließen sich noch viele weitere Punkte nennen, die aufzeigen, dass der Gast entweder gar nicht erst kommt oder, wenn er denn da ist, sich nicht wohlfühlen kann. Es sollten hier exemplarisch einige genannt werden.

Was für ein Wunder ist es aber doch, dass der Park immer noch besteht. In einer solch berührend schönen Landschaft mit (noch) viel Natur und authentischen Orten braucht es eigentlich keine Wunder. Was das Ufo vielleicht eher braucht ist eine Liebeserklärung an seine Umgebung und an Gäste, die es besuchen wollen. Übersetzt meint dies eine umfassende Strategie mit dem höchsten Ziel, Zufriedenheit und Glück für jeden Gast zu schaffen.

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